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Sornhüll

Sornhüller wollen Anschluss

Bürger bitten um einen Radweg nach Wachenzell und besseren Handyempfang beides wird schwierig

Bürger in Sornhüll fühlen sich in doppelter Weise abgehängt - einmal, weil es keinen Radlweg nach Wachenzell gibt und, weil der Handyempfang in ihrem Ortsteil schlecht ist. Beide Themen hat der Pollenfelder Gemeinderat nun diskutiert - aber schnelle Lösungen gibt es wohl nicht.

Die Themen waren zuvor in den Bürgerversammlungen der Pollenfelder Ortsteile besprochen worden, jetzt beschäftigte sich der Rat damit.

Die meiste Brisanz hatte der Antrag aus Sornhüll für den Bau eines Radweges nach Wachenzell. Eine große Zahl von Sornhüller Bürgern war in die Sitzung gekommen, um zuzuhören.

Im Vorfeld war Bürgermeister Wolfgang Wechsler von Ortssprecher Michael Schmidt ein Antragsschreiben mit den Unterschriften von 123 Bürgern des Ortsteiles übergeben worden, die sich von den anderen Ortsteilen abgehängt fühlen. Bekanntlich sind mittlerweile Radwege zwischen fast allen Pollenfelder Ortsteilen gebaut worden. Bürgermeister Wechsler informierte noch einmal, wie auch schon in der Bürgerversammlung, dass es sich bei der Straße zwischen Sornhüll und Wachenzell um eine Kreisstraße handle. Die Straßenbaulast und damit auch die Zuständigkeit für die Errichtung eines Radweges liege damit beim Landkreis Eichstätt.

Nach bereits eingeholter Information aus dem Landratsamt würden die Kosten der Maßnahme über 1,1 Millionen Euro betragen. Selbst bei Gewährung einer eventuellen Förderung würde der Radwegebau die Gemeinde noch rund 386 000 Euro kosten. Noch nicht berücksichtigt seien dabei die Kosten für die Grundstückskäufe für einen notwendigen Fünfmeterstreifen auf der circa vier Kilometer langen Strecke.

Das Landratsamt habe allerdings mitgeteilt, dass der Radwegebau nur gefördert wird, wenn am Tag mindestens 1000 Fahrzeuge die Strecke befahren. Auf der Straße zwischen Sornhüll und Wachenzell sei das definitiv nicht der Fall. Vielmehr wird die Strecke nach jüngsten Zählungen täglich von nicht mal 600 Verkehrsteilnehmern benutzt. Außerdem wäre ein Ausbau nach Aussage des Landkreises frühestens im Jahr 2023 möglich.

Trotzdem werden die Sornhüller Bürger ein Antragsschreiben an den Landkreis Eichstätt mit ihrem Anliegen schicken. Dieser Antrag wurde den Räten zur Kenntnis gegeben. Der Gemeinderat kam zu dem Ergebnis, diesen Antrag abwarten und auch unterstützen zu wollen. Grundsätzlich sollte langfristig der Bau dieses Radweges das Ziel sein, hieß es. Allerdings habe dieser Radwegebau, auch wegen des hohen finanziellen Aufwandes für die Gemeinde, nicht oberste Priorität.

Auch in Richtung "abgehängt sein" ging eine Anfrage aus der Bürgerversammlung in Sornhüll, ob ein Funkmast in dem Ortsteil aufgestellt werden könnte, um den Handyempfang in Sornhüll zu verbessern oder überhaupt zu ermöglichen.

Der Gemeinderat hatte das Thema bereits besprochen und die Gemeinde hat bereits Kontakt mit Mobilfunkanbietern aufgenommen. Laut Mitteilung ist vom Freistaat Bayern frühestens im Jahr 2019 eine Förderung möglich. Voraussetzung wird nach jetzigem Kenntnisstand sein, dass das betreffende Versorgungsgebiet 1800 Einwohner umfasst. Alternative wäre ein Ausbau "Standort light", der sich zurzeit in Erprobung befindet. Hierzu müsste ein zwanzig Meter hoher Turm in der Mitte von Sornhüll errichtet werden. Die Kosten des Turmes würden 30 000 Euro betragen. Auch dies wäre nach Aussage des Anbieters erst rentabel, wenn durch diesen Turm mindestens 450 Personen erreicht werden. Im Ortsteil Sornhüll leben derzeit aber nur etwa 150 Menschen. Die Gemeinde sagte zu, diese und andere Programme weiter zu verfolgen und zu gegebener Zeit tätig zu werden.

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