Gemeinde Pollenfeld Gemeinde Pollenfeld
Denkmal in Seuversholz
Dorfplatz in Wachenzell
Gewerbeschau Luftbild
Aussegnungshalle in Preith
Andreasweg in Weigersdorf
Götzelshard
Dorfplatz in Preith
Gewerbegebiet Luftbild
Hirsche bei der Ziegelhütte in Seuversholz
Aussegnungshalle, Feuerwehr und Baufhof in Pollenfeld
Sornhüll

Bei Gewerbegebiet ist der Gemeinderat Pollenfeld anderer Auffassung als die Stadt Eichstätt

In der ersten Sitzung des neuen Jahres, wurde eine wichtige Hürde für das Vorhaben der Erweiterung des Gewerbegebietes Zachenäcker in Preith genommen.

Im Verfahren zum Flächennutzungsplan Nr. 9 der Gemeinde und zum Bebauungsplan, der in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Stadt Eichstätt erstellt wird, waren die eingegangenen Hinweise, Anregungen und Einwendungen der Träger öffentlicher Belange im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung vom Gremium abzuwägen und zu beschließen. Bürgermeister Wolfgang Wechsler und Christian Klos vom gleichnamigen Ingenieurbüro trugen die vom Planer und der Verwaltung vorgeschlagenen Abwägungsbeschlüsse vor. Intensiv wurde sich mit den Einwendungen der Regierung von Oberbayern als Höhere Landesplanungsbehörde und der Stadt Eichstätt befasst. Die Regierung forderte unter anderem, Betriebe der Nahversorgung für Lebensmittel und Getränke sowie Drogerien auch im Pollenfelder Bereich des Gewerbegebiets nicht zuzulassen. Dies wurde vom Gemeinderat nicht aufgenommen, da aus seiner Sicht, aufgrund der Gesamtgröße des Gewerbegebietes von 30 Hektar, die Ansiedlung kleinerer Nahversorgungsbetriebe zur Versorgung des Gebietes durchaus sinnvoll erscheint. Eine negative Auswirkung auf den Einzelhandel der Nahversorgung im Bereich der Stadt Eichstätt ist aus Pollenfelder Sicht dadurch nicht zu erwarten. Die Stadt Eichstätt forderte in ihrer Stellungnahme zudem, dass die „Eichstätter Liste“ als Einzelhandelskonzept der Stadt im gesamten Gewerbegebiet Gültigkeit haben sollte. Der Gemeinderat Pollenfeld wog den Einwand dahingehend ab, dass aufgrund der Gebietsfestsetzung im B-Plan als „Gewerbegebiet“ Einzelhandelsgroßprojekte nicht geplant und rechtlich auch nicht zulässig wären. Die Gemeinde sieht für das Gewerbegebiet vorrangig produzierendes Gewerbe vor. In diesem Gefüge soll den ansässigen Betrieben jedoch der Verkauf ihrer und für den Betrieb als Ganzes förderlicher Produkte ermöglicht werden. Es liegt auch nicht im Interesse der Gemeinde, reine Einzelhandelsbetriebe von einer Ansiedlung auszuschließen. In der Satzung des Bebauungsplanes soll noch einmal verdeutlicht werden, dass eine Deckelung der Verkaufsfläche solcher Einzelhandelsbetriebe mit nahversorgungs- und zentrenrelevantem Sortiment, aufgrund der gesetzlichen Vorgaben für Gewerbegebiete, auf maximal 800 Quadratmeter beschränkt ist. Das Belassen der Sortimentsbeschränkung für die Parzellen auf Eichstätter Grund ist hingegen aufgrund des selbst auferlegten Einzelhandelskonzeptes notwendig.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Anfrage eines potenziellen Betreibers auf Errichtung eines Windparks südöstlich von Pollenfeld. Bei dem Gebiet handelt es ich um eine Fläche, die nach der 10-H-Regelung als Ausnahmegebiet für Windenergie wohl grundsätzlich möglich wäre. Im Vorgriff auf einen konkreten Antrag war sich der Gemeinderat einig, dass eine Abdeckung mit Windrädern im Gemeindegebiet und auf dem Jura allgemein, mehr als ausreichend sei und weitere Windenergieanlagen, außerhalb des bestehenden Vorranggebietes, nicht im Sinne der Gemeinde Pollenfeld sind. Dies wird dem Anfragenden mitgeteilt.

In die gleiche Richtung ging die Entscheidung des Gemeinderates auf zwei Anfragen von Unternehmen aus Köln und Bremen, die im Ortsbereich Preith und Sornhüll beträchtliche Flächen für den Betrieb von Solarkraftwerken ausgemacht haben. Den anfragenden Betreibern wird mitgeteilt, dass eine bauplanerisch notwendige Entwicklung zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den angedachten Flächen durch die Gemeinde nicht vorgesehen ist.

Der Landkreis trat mit der Bitte an alle seine Kommunen heran, den Bedarf an stationären Vorverkaufssystemen zum Verkauf von Fahrkarten zu melden. Mit Einführung des flächendeckenden Regionaltarifes soll damit eine Aufwertung des Vertriebsnetzes einhergehen, um den Kunden den Zugang zum ÖPNV zu erleichtern. Der Gemeinderat war der Auffassung, dass die Stationierung eines Gerätes in nur einem Ortsteil wohl wenig genutzt werde, da zudem der Kauf von Fahrkarten beim Busfahrer weiterhin möglich sein wird. An die Anschaffung eines solchen Gerätes ist daher nicht gedacht.

Das Gremium musste noch über den Antrag der DJK Preith entscheiden, die darum gebeten hatte, den Parkplatz am Sportheim Preith für Lastkraftwagen zu sperren. Immer öfter kommt es vor, dass dort LKW-Fahrer parken um stundenweise, aber auch nachts und am Wochenende die Ruhezeiten zu erfüllen. Während des Spielbetriebs für die Tennis- uns Fußball fehlen damit Parkplätze, zudem wird durch das Parken und Rangieren der schweren Fahrzeuge der neu angelegte Parkplatz beschädigt. Der Gemeinderat entschied auf der gesamten Fläche durch Schilder das Parken nur noch für PKW und Motorräder zu gestatten.

Kategorien: Presse

Auf dem Parkplatz vor dem Sportheim der DJK Preith wird ab 2018 das Parken auf Personenkraftwagen und Motorräder beschränkt.
Parkplatz beim Sportheim Preith