Gemeinde Pollenfeld Gemeinde Pollenfeld
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Götzelshard
Dorfplatz in Preith
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Sornhüll

Ärger über Hundehaufen

02.03.2017 Appell an Hundebesitzer

Pollenfeld (fsg) Mit einem unappetitlichen Thema hatte sich der Pollenfelder Gemeinderat in seiner letzten Sitzung zu befassen. Gemeinderat Christoph Daum hatte bei der vorangegangenen Sitzung beantragt, die Hundesteuer zu erhöhen. Grund seines Antrages war die Tatsache, dass die Verschmutzung mit „Hundehaufen“ nach seiner Ansicht immer mehr zunimmt. Aktuell hatte er Begegnungen dieser Art nicht nur auf öffentlichem Grund, sondern massiv auch auf seinem eigenen Grundstück. Natürlich ist diese Problematik nicht neu. Immer wieder gibt es Beschwerden diesbezüglich und auch Diskussionen im Gemeinderat, wie man dieser Unsitte Herr werden könnte. Fast in jedem Mitteilungsblatt der Gemeinde wird darauf hingewiesen, dass Wege und Wiesen nicht als Hundeklo zu benutzen sind. Nun stand das Thema „Hundesteuersatzung“ auf der Tagesordnung. Ein weiterer Gemeinderat unterstrich die Beobachtungen des Antragstellers sehr konkret. Bei einem Spaziergang auf dem Rad- und Fußweg zwischen Seuversholz und Weigersdorf hatte er alleine 28 dieser Hinterlassenschaften ausgemacht. Ähnliche Beobachtungen kann man auf allen Feld- und Radwegen, die aus den Ortschaften führen machen. Dies sei nicht nur ärgerlich, sondern auch gesundheitsgefährdend für Kinder und Nutztiere in der Landwirtschaft. Um auf das Thema Hundesteuer zurückzukommen informierte Bürgermeister Wolfgang Wechsler über die Hundesteuersätze in den Landkreisgemeinden. Mit 30 Euro pro Hund liegt Pollenfeld, zumindest was den ersten Hund betrifft, genau im Durchschnitt aller Kommunen. Für 91 Hunde wird diese Steuer aktuell erhoben. Im Rahmen der Debatte wurden Bedenken geäußert, dass man mit einer höheren Hundesteuer das Problem der mutwilligen Verschmutzung durch Hundekot wohl nicht lösen könne. Auch wurde darauf hingewiesen, dass das Liegenlassen der Hundehaufen eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeit darstelle und man einen beobachteten Fall auch einmal zur Anzeige bringen sollte. Kontrovers diskutiert wurde auch die Möglichkeit der Aufstellung von Hundetoiletten oder Kotbeutelspendern durch die Gemeinde, was natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Einig war man sich zum Schluss, dass eine Verbesserung der Situation wohl nur zu erreichen ist, wenn man weiterhin an die Hundebesitzer appelliert, dass es ein Gebot der sozialen Verantwortung ist, sich um die Häufchen seines Hundes zu kümmern. Mehrheitlich angenommen wurde dann der Vorschlag von Gemeinderat Franz-Josef Mayer. Der Bürgermeister soll in einem Schreiben an alle Hundebesitzer der Gemeinde noch einmal an deren Verantwortung appellieren und auch auf die Konsequenzen bei Nichtbeachtung hinweisen. Eventuell gehe dies auch bis zur Erhöhung der Hundesteuer, um Kosten die der Gemeinde durch diese Problematik entstehen, auszugleichen. Außerdem werden künftig in den Wertstoffhöfen und der Verwaltung kostenlos Kotbeutel an Hundebesitzer ausgegeben. Ob, diese ersten Maßnahmen eine Besserung bringen, soll weiter beobachtet werden und zeitnah wieder Thema im Gemeinderat sein.

Die Hundesteuersatzung wurde dann doch noch in einem Punkt geändert. Aufgenommen wurde ein Passus, dass für Hunde, die aus einem Tierheim oder Tierasyl stammen und in den Haushalt aufgenommen werden, für einen Zeitraum von 12 Monaten eine Steuerbefreiung gewährt wird.

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